Neuigkeiten zum US-Dollar Kurs

Während sich ein Großteil der Hauptwährungen in der vergangenen Handelswoche verhältnismäßig stabil zeigte, machte der Euro eine Ausnahme und verzeichnete Aufwärtstendenzen gegenüber US-Dollar, Yen und Pfund Sterling. Wird sich dieser Trend auch in diesen Tagen fortsetzen?
Auch der Ölpreis stieg weiter an und erreicht aktuell bereits die Marke von $72 pro Barrel. Lassen Sie sich die Markttrends dieser Woche nicht entgehen und schlagen Sie Ihren Profit aus den aktuellen Handelstendenzen.

Positive US-Daten schwächen Dollar gegenüber EUR

Der US-Dollar zeigte sich in der vergangenen Handelswoche äußerst volatil. Ein deutlicher Kursabfall gegenüber der Gemeinschaftswährung brachte das Währungspaar EUR/USD bis knapp über die Marke von 1,48. Andererseits ergab sich eine deutliche Kurssteigerung gegenüber dem Britischen Pfund. GBP/USD fiel dabei unter die Marke von 1,5815.

Die Dollar-Volatilität der letzten Woche ließ sich überwiegend auf die positiven Konjunkturdaten der US-Wirtschaft zurückführen. Dabei kletterte der NMI (Non-Manufacturing Index) bis auf 50,9 Punkte im September und markierte somit das beste Ergebnis in 16 Monaten.
Dies war das erste Mal in 12 Monaten, dass dieser Bericht ein Resultat über dem 50-Level ausgab. Schließlich, nach 11 monatigem Rückgang des Sektors, ergaben sich erste Anzeichen für Wachstum. Auch die wöchentlichen Arbeitsmarktzahlen wiesen ein verhältnismäßig positives Ergebnis aus. Hier haben 521.000 Personen einen Erstantrag auf Arbeitslosenhilfe gestellt. Die Prognose belief sich auf 543.000.
In Anbetracht der enttäuschenden Entwicklung der Beschäftigung außerhalb des Agrarbereichs, bei den „Nonfarm Payrolls“, wurde ein Indikator für eine sich stabilisierende Beschäftigungslage dringend benötigt. Jedoch hatten diese positiven Daten einen scheinbar negativen Effekt auf den US-Dollar. Dieser lässt sich auf folgende zwei Ursachen zurückführen: Zum einen sehen Investoren die erfreulichen US-Konjunkturdaten als Bestätigung dafür an, dass auch die europäische Wirtschaft sich erholen wird, die in hohem Maße vom US-Verbrauch abhängig ist.
Darüber hinaus veranlassen die sich verbessernden Konditionen in den USA die Marktteilnehmer dazu, sich für gewinnträchtigere Anlagen als den US-Dollar zu interessieren.

Wie üblich stehen auch heute wieder einige wichtige Indizes auf der US-Wirtschaftsagenda. Händler sollten ihr Augenmerk auf die Einzelhandelsumsätze am Mittwoch, den Verbraucherpreisindex und die Arbeitsmarktdaten am Donnerstag sowie den Langfristigen TIC Netto-Kapitalzufluss am Freitag richten.
Besondere Aufmerksamkeit sollte dabei dem Kernbericht des Verbraucherpreisindex geschenkt werden. Sollte das Resultat die Erwartungen übersteigen, könnte dies spürbare Auswirkungen auf den Markt, einschließlich des USD haben.

EUR mit Kursgewinnen gegenüber Hauptwährungen

In der letzten Woche ergaben sich für den EUR überwiegend Aufwärtstrends gegenüber den Gegenwährungen. Insbesondere zum US-Dollar, Yen sowie Pfund Sterling zeichneten sich Kursgewinne ab. Deutlichster Kursanstieg ergab sich dabei zum Britischen Pfund: das entsprechende Währungspaar kletterte bis auf die Marke von 0,9290.

Der EUR verzeichnete seine zinsbullischen Tendenzen aufgrund positiver Konjunkturdaten aus der Eurozone. Dabei überraschten beispielsweise die Einzelhandelsumsätze mit einem Rückgang von lediglich 0,2% im Monat August, anstelle der erwarteten 0,4%.
Darüber hinaus stieg der Auftragseingang im August in Deutschland um 1,4%. Die Auftragseingänge der deutschen Industrie sind dabei infolge einer kräftigen Zunahme der Auslandsnachfrage stärker als erwartet gestiegen und haben sich damit zum sechsten Mal in Folge erhöht. Deutschland gilt als größte Industrienation der Eurozone und spielt bei der Konjunkturerholung eine äußerst wichtige Rolle. Des Weiteren stieg der Auftragseingang der französischen Industrie um 1,8% und verdeutlichte hiermit, dass sich Frankreichs Wirtschaft ebenfalls erholt. Diese Entwicklungen können großen Einfluss auf den EUR nehmen. Solange die Konjunkturdaten aus Deutschland und Frankreich positiv bleiben, wird der EUR seinen Aufwärtstrend voraussichtlich fortsetzen.

In der anstehenden Wirtschaftswoche scheint der wichtigste Indikator aus der Eurozone die deutschen ZEW-Konjunkturerwartungen am Dienstag zu sein. Die Einschätzungen stützt das ZEW auf eine Umfrage unter rund 500 Analysten und institutionellen Anlegern, die die konjunkturellen Aussichten für die nächsten sechs Monate in Deutschland einschätzen. Dementsprechend heftig ist der Einfluss dieses Indikators auf die europäische Gemeinschaftswährung. Sollte das Ergebnis die Marke von 60,0 übersteigen, wird der EUR seinen zinsbullischen Trend aufrechterhalten können.

Japans Entscheid zum Leitzinssatz für Mittwoch erwartet

In der vergangenen Woche ergab sich für den Yen eine recht ruhige Handelswoche. Meist blieb der JPY dabei stabil gegenüber dem US-Dollar ohne weitere Höhen und Tiefen. Zum EUR jedoch ergaben sich Abwärtstendenzen. Das Währungspaar kletterte entsprechend bis über die Marke von 132,30.

Der Yen-Handel blieb möglicherweise aufgrund der gemischten Konjunkturdaten aus der japanischen Wirtschaft flach. Japans Leistungsbilanz, die die Differenz zwischen Export und Import von Waren und Dienstleistungen misst, stieg im August auf +1,23 Bill. JPY. Der Export des Inselstaats, die führende Kenngröße für wirtschaftliche Erholung im Land, erfreute die wirtschaftlichen Führungskräfte in Japan. Die Kernrate der Maschinenbestellungen, die ebenfalls als Frühindikator für das wirtschaftliche Gedeihen gelten, enttäuschten mit einem Anstieg von lediglich 0,5% wiederum die Erwartungen der Experten, die bei 2,2% lagen. Nach dem deutlichen Rückgang im September von 9,3%, reicht das Ergebnis jedoch aus, um seine Gültigkeit als Anzeichen für Wirtschaftserholung zu haben.

Stocks

In dieser Woche steht gleich eine ganze Reihe wichtiger Indizes auf dem japanischen Wirtschaftskalender. Die wichtigste Veröffentlichung stellt dabei die maßgebliche Overnight Call Rate dar. Die Overnight Call Rate ist der wichtigste Leitzins der Bank of Japan. Analysten zufolge soll die BoJ ihren Zinssatz unverändert bei 0,10% belassen, was die niedrigste Rate in der Gruppe der Industrienationen ist. Sollte die BoJ jedoch mit einer Zinsänderung überraschen und den Zinssatz anheben, würde dies großen Einfluss auf den Yen-Kurs nehmen. Anleger sollten in der anstehenden Handelswoche insbesondere auf diese Veröffentlichung Acht geben.

Rohöl steigt aufgrund schwachem US-Dollar

Der Ölpreis setzte seinen Aufwärtstrend auch in der letzten Woche fort. Nachdem sich zunächst hohe Kursschwankungen ergaben, stabilisierte sich der Preis des Rohstoffs im weiteren Wochenverlauf um die Marke von $72 pro Barrel.

Die zinsbullischen Tendenzen für Rohöl lassen sich zum einen auf den rückläufigen US-Dollar gegenüber dem EUR zurückführen sowie auf die überraschende Abnahme der US-Rohöllagerbestände. Der bärische US-Dollar hatte seinen üblichen Effekt auf die Rohstoffkurse.
Da diese in USD bepreist werden, steigen Rohstoffpreise in der Regel angesichts eines schwachen USD-Kurses an. Ähnliche Entwicklungen ergaben sich für den Goldpreis. Dieser Rohstoff verzeichnete dank des schwächelnden US-Dollar einen historischen Rekordkurs. Größten Einfluss nahmen jedoch die US-Lagerbestände. Diese trieben den Ölpreis in die Höhe, nachdem deutlich wurde, dass sich im Vergleich zur Vorwoche ein Rückgang um fast 1 Mio. Barrel ergeben hatte. Die mögliche Nachfragesteigerung könnte den Ölpreis bis über $72 pro Barrel drücken.

Händler sollten in der anstehenden Woche Fundamentaldaten aus den USA und der Eurozone aufmerksam verfolgen, da diese großen Einfluss auf den Ölkurs nehmen können. Zusätzlich ist und bleibt der Bericht der US-Rohöllagerbestände am Mittwoch von enormer Bedeutung, der stets seine Wirkung auf die Ölpreise hat.

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